Montag, 31. Oktober 2016

Wo das Glück wächst- Buchrezension

"Wo das Glück wächst"
Auf diese Suche macht sich Susanne Oswald mit ihrem Mops Töps. Dabei trifft sie Gärtnerinnen und Gärtner im Südwesten die ganz unterschiedliche Gärten pflegen und doch alle auf ihre Art das Glück im Gärtnern finden.
 Die Nonne die einen Klostergarten betreut kommt genauso zu Wort wie eine Biologin, die Gärtnerin die eine schwere Lebensphase durch den Garten verarbeitet hat oder auch der Koch Johann Lafer. Sie alle empfinden ihren Garten als Ort des Glücks und als Ausgleich für den oft stressigen Alltag. Alle geben einen sehr persönlichen Einblick in ihr Gartenleben und  viele Aussagen spiegeln auch mein eigenes Gartenempfinden wider, dass hat das Buch für mich sehr lesenswert gemacht.

Susanne Oswald berichtet wie sie in den Garten geht, wie er gestaltet ist und welche Eindrücke sie selbst vom Garten  hat, bevor eine Vorstellung der Gärtner mit einem kleinen, sehr persönlichen Lebenslauf erfolgt.
Viele, sehr schöne Fotos vermitteln dann auch dem Leser einen Eindruck vom Garten.
In dem Gespräch das sie mit den Gärtner dann führt, erfährt man wie sich der Garten entwickelt hat über die Jahre, wie wichtig dem Gärtnernden der Garten ist, welche Jahreszeit die liebste ist und auch wie der Garten genutzt wird. Und natürlich erfolgt die Frage: Was ist (Garten ) Glück für sie?
Man gewinnt den Eindruck, das man während des Gesprächs selbst auf dem Gartenstuhl daneben gesessen hat.
Jeder darf auch seine Lieblingspflanzen vorstellen, evtl noch Lieblingsrezepte und persönliche Gartentipps weitergeben.
 Immer dabei ist der Mops Töps, dem es wie man hier sieht, auch gut in den besuchten Gärten gefallen hat. Fr. Oswald berichtet auch immer wieder wie der kleine Mops sich in den Gärten verhalten hat.

Eines der vorgestellten Gartenteams sind die beiden Gärtner vom Riedgarten klick. Viele von euch werden sicher auch regelmässig ihren Blog lesen.
Die Dame neben Johann Lafer ist die Autorin Susanne Oswald.
Ich finde dieses Buch ist ganz liebevoll geschrieben und gibt einen sehr persönlichen Einblick in die Gärten samt ihrer glücklichen und zufriedenen Gärtner. Immer wieder beschreibt Susanne Oswald auch die Glückgefühle die die Gärtner ihr in den Gesprächen vermittelt haben. Sicher ist es kein klassisches Gartenbuch. Es wird nur relativ wenig Pflanzenwissen vermittelt, aber so ist es ja auch, meiner Meinung nach,  nicht gedacht. Da macht sich vielmehr eine Autorin auf die Suche nach dem Glück welches  Viele am Gestalten  ihrer grünen Scholle haben. Ich finde es ist ein schönes "Gartenlesebuch". Wenn man wie ich gerne mehr über andere Gärten und ihre Gärtner erfahren möchte, für den ist es ein schönes Buch, was man gerade jetzt im Herbst/ Winter wenn die Gartenarbeit ruht gerne in die Hand nimmt und liest.
Zum Buch gibt es auch einen Film im SWR unter der Regie von Kirsten Ruppel, der am Freitag den 11. November um 21h ausgestrahlt wird.

Vielen Dank an den frechverlag der mir das Gartenbuch freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.
Hier nochmal die Infos zum Buch:

Wo das Glück wächst
von Susanne Oswald
erschienen bei Lifestyle Busse Seewald in der frechverlag GmbH

hier der Link ( klick)  zum Buch

Freitag, 21. Oktober 2016

Herbstkranz mit Hortensien

Aus den herbstlich gefärbten Hortensien kann man jetzt ganz wunderbar einen Herbstkranz binden.
Als Unterteil habe ich einen Strohkranz benutzt und zusätzlich zu den verschieden gefärbten Hortensien habe ich 2 Heidekrautpflanzen gekauft und aus dem  Garten etwas Moos genommen.
Im Garten selbst sind nur noch wenige Pflanzen am blühen. Das Septemberkraut öffnet seine ersten Blüten.
 Und beim Wasserdost blühen nun auch die ersten Blütensterne auf. Die braunblättrige Sorte ist Eupatorium rugosum "chocolate",  Laut Beschreibung soll diese Sorte eigentlich früher blühen, bei uns im Halbschatten ist in jedem Jahr der Blühzeitpunkt erst im Oktober.
Ein bisschen Farbe kommt  jetzt durch den wilden Wein in den Garten. Die ersten Blätter sind schon rot gefärbt- ein Hingucker in jedem Jahr.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Grabbepflanzungungsideen

Jetzt im Oktober brauchen vielleicht einige von euch wieder neue Ideen für die Herbst/Winterbepflanzung für ein Grab. Diese Vorschläge hier stammen von der LGS in Pappenburg 2014. Wie bei jeder Gartenschau gab es auch einen Bereich mit Grabbepflanzungen. Natürlich ist vielleicht nicht jede Bepflanzung so umzusetzten, aber Ideen für schöne Pflanzkombinationen kann man bekommen.
Hier mal ein einfaches aber schönes Beispiel mit Stiefmütterchen, Kriechspindel und Fingerkraut.
Siefmütterchen sind natürlich jetzt überall erhältlich. Die besten Erfahrungen habe ich mit den Hornveilchen gemacht. Sie sind robuster als die grossblumigen Sorten. Vorallem nach Regen sehen sie besser aus.
Hier mal in der Kombi mit kleinen Hostas und gelblaubiger Kriechspindel (Euonymus fortunei).
Die Kriechspindel bietet sich als Bodendecker gut an. Robust und trotzdem schöne Blätter, die es in verschiedenen Farbkombinationen gibt. Beim Kaufen auf niedrigwachsende Sorten achten.
Hier wurden eine weiß- und gelbblättrige  Sorte mit Heuchera kombiniert.

Auch bei Gräbern sieht man immer wieder auch die Verwendung von Kies oder Split in der Bepflanzung oder wie hier mal mit Muscheln.



Ich persönlich mag ja auch die Verwendung von einzelnen Steinen oder Holz sehr gerne.
Es würde mich freuen wenn ihr einige Anregungen für eine schöne Grabbepflanzung bekommen hättet. Die Fotos stammen zwar aus dem Mai 2014, aber wenn man die Frühjahrsblüher durch Erika oder Heidepflanzen ersetzt, lassen sie sich auch jetzt umsetzten.
Viele Menschen sind ja für eine solche Pflege verantwortlich und es liegt ihnen am Herzen ein Grab individuell und schön zu bepflanzen. Gartenschauen sind sehr gut  geeignet um Anregungen zu  erhalten. Bisher war auch auf jeder Gartenschau die wir besucht haben ein Bereich der von Friedhofgärtnern bepflanzt wurde. Meist sind bei jedem Grab auch die Infos zu der verwendeten Bepflanzung incl. der Sortennamen.

Sonntag, 2. Oktober 2016

Höhenpark Killesberg in Stuttgart

Vor einigen Tagen waren wir in Stuttgart und haben bei dieser Gelegenheit auch den Park am Killesberg besucht. Die 50 Hektar große Parkanlage steht unter Denkmalschutz und ist eine der wenigen gut erhaltenen Parkanlagen aus den 30er Jahren in Deutschland. Sie wurde 1939 für eine Reichsgartenschau geplant. Im
Laufe der Jahre wurden mehrere Gartenschauen dort veranstaltet und 1993 zur Internationalen Gartenschau wurde das Gelände restauriert.
Zur Zeit ist dort eine große Dahlienschau mit mehr als 10000 Dahlien in ca 200 Sorten zu sehen.


Alle Dahlien sind gut beschriftet, so wie die "Tricolore".
oder auch die "Break Out", eine pastellfarbene Sorte.
Trotz Nieselregen waren eine ganze Reihe Besucher im Park unterwegs und haben sich die Dahlien angesehen. Der Park bietet aber nicht nur Dahlienbeete sondern zur Zeit auch schön bepflanzte Herbstbeete.
Hat man da nicht sofort Lust den Weg weiterzugehen?

Die Beete sind wirklich abwechselungsreich mit Herbstblühern wie Astern, Sonnenhut, Fetthenne  etc und mit Gräsern bepflanzt.
Natürlich hat der Park auch viele Sitzgelegenheiten.
An einem der Parkeingänge wird man von einem exotisch anmutenden Beet empfangen.
Die Frangipaniblüten sind mir natürlich direkt aufgefallen.
Der Park hat leider auch eine weniger schöne Vergangenheit. Ein Mahnmal erinnert an die Deportation von jüdischen Bürgern Anfang der 40er Jahre. Das Gelände war Sammlungsort für die Transporte in die Konzentrationslager.
Heute hat der Park sicher eine wichtige Funktion als Naherholungsgebiet im Raum Stuttgart. Auch wenn bei unserem Besuch regenbedingt nicht so viel Betrieb war, denke ich, daß der Park bei gutem Wetter viele Stuttgarter anlockt, da auch Tiergehege und Spielplätze für Kinder auf dem Gelände sind. Und natürlich einige Gastronomiebetriebe. Wir haben trotz Regen auch noch den Aussichtsturm bestiegen. Von dort hat man eine gute Aussicht über den Park und Teile von Stuttgart.
Nicht so viele deutsche Städte verfügen über so eine große Parkanlage mitten in der Stadt. Man sieht an der Bepflanzung auch sehr gut, daß die Zukunft der Parkanlagen nicht mehr in Monokulturbeeten wie Rosenbeeten, Tagetesbeeten, etc  liegt sondern, daß mehr Wert auf eine interessante Staudenbepflanzung gelegt wird.
Der Eintritt in den Killesbergpark ist, auch für die Dahlienschau, kostenlos.
Und falls ihr nach dem Parkbesuch noch Zeit habt lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch im Mercedes Benz Museum auch wenn man wie ich nicht ganz so autobegeistert ist. Ganz toll fand ich außerdem die Stadtbibliothek Stuttgart. Ein interessanter, neuer, architektonischer Bau mit einer schönen Aussichtsplattform im obersten Stockwerk. Dort kann man sich die Stadt und auch einige ihrer Großbaustellen  (!!!!) von oben ansehen.