Sonntag, 29. Juni 2014

Hortensiensommer

In diesem Jahr sind meine Lieblinge die Hortensien in unserem Garten einfach wunderschön. Sicher sind wir hier im Weinbaugebiet schon sehr verwöhnt, so sind bei mir alle Hortensien immer im Winter draußen und bekommen höchstens einmal einen leichten Winterschutz für einige Tage. Aber nach diesem milden Winter blühen alle Sorten  üppig. Selbst die Problemfälle!!! Ich denke ich habe zum ersten Mal überhaupt keine Frostschäden an den empfindlichen Schönheiten.
 

Die meisten Hortensien habe ich in Kübeln oder Töpfen.
Ich habe die Erfahrung gemacht,
daß ich so die Wasserversorgung im
Hochsommer besser im Griff habe.
Außerdem sind sie so schneller mal im Winter zusammengeschoben, um sie mit Vlies abzudecken.








Hier meine Französin, aus einem Bretagneurlaub mitgebracht:
"Sabrina".
Der rote Rand der Blüten verläuft in den nächsten Wochen über die ganze Blüte. Sie hat rot-grüne Blätter und ich finde sie ist etwas Besonderes.





Am Teich wächst die "Red Annabelle" . Ich habe die Pflanze erst seit letztem Jahr und sie blüht schon sehr üppig, genauso wie ihre sagenhafte weiße
Schwester.
Im Abblühen werden die Blüten altrosa.

Ich habe sie in einen großen Zinkkübel gepflanzt. Eigentlich war es eine Notlösung bis ich den richtigen Platz gefunden habe, aber es scheint ihr auch im Kübel gut zu gefallen.
Aus der "Annabelle" kann man im Frühjahr beim Rückschnitt sehr gut Steckhölzer schneiden. Sie bewurzeln sehr gut über den Sommer und können im Herbst in das Beet gepflanzt werden. Als Treibhaus bekommen sie immer eine abgeschittene Plastikflasche. Pro Topf stecke ich immer 3-4 Steckhölzer.



Hier ist  "Jogasaki Rose" eine Lieblingssorte. Leider sehr frostempfindlich. Vor einigen Jahren war sie ganz zurückgefroren. Ich hatte sie schon fast aufgeben.










Eichenblatthortensien  finde ich besser zu überwintern. Sie hatten noch nie einen Frostschutz und blühen doch immer zuverlässig. In den ersten Jahren hatte ich zwar leichte Frostschäden an den Astspitzen, aber mit zunehmendem Alter ist es besser geworden.
In diesem Jahr haben sie sogar ihr schönes Laub bis zum Austrieb im Frühjahr behalten.
Sie sollten viel öfter in die Gärten gepflanzt werden!

Auf der linken Bankseite wächst auch noch eine Eichenblatthortensie. Eine Hecke im Hintergrund bietet sicher noch etwas mehr Schutz im Winter.
Hier am Gartenhäuschen blüht "Leuchtfeuer". Die leuchtend pinke Farbe sieht man auf dem Foto leider nicht ganz so gut. Direkt daneben blüht "Kardinal". Ich finde der rotlaubige Ahorn ist ein guter Hintergrund für beide Hortensien. In seinem Schatten scheinen sie sich wohl zu fühlen. Direkt hinter "Leuchtfeuer" sind 2 Rispenhortensien, aber die lassen sich noch etwas Zeit mit der Blüte. Ist ja noch lang- der Sommer der Hortensien.

Montag, 23. Juni 2014

Nells Park

Alle 2 Jahre findet im Nells Park in Trier ein Rosenfest statt. Es wird von den Rosenfreunden Trier (klick) organisiert. Eine gute Gelegenheit wieder Mal durch den Nells Park zu schlendern. Manchmal hat man ja das Glück schöne Gartenanlagen direkt in der Nähe zu haben.
Die Trierer lieben ihr "Nells Ländchen". Der Park wurde Ende des 18. Jahrhunderts im englischen Stil angelegt und liegt in der Nähe der Mosel. Schon als Kind waren meine Eltern mit uns Kindern dort, um an dem kleinen Weiher die Enten zu füttern und natürlich haben unsere Kinder auch Enten dort gefüttert. Tradition verpflichtet!!! Der Park wurde in den letzten Jahren saniert und nach der Landesgartenschau in Trier wurde der Rosenstammbaumgarten der LGS in den Park gepflanzt.
Schon am Haupteingang sind schöne Rosen und Staudenpflanzungen. Die meisten der Rosen sind mit Namensschildern versehen, so ist es einfacher wenn man die Rose nachgekaufen möchte.
Man findet  auch eine große Zahl historischer Rosen im Park.


Die Beete geben Anregungen zum Nachpflanzen. Außer reinen Rosenbeeten findet man auch viele  mit gemischter Bepflanzung.









Diese getreifte Sorte ist "Papageno" eine Floribundarose.



Etwas außergewöhnlich diese Rosensorte von dem bekannten Trierer Rosenzüchter Peter Lambert.
"Goethe" wurde 1911 von ihm gezüchtet.












Diese Beetkombination wirkt wie ein Blumenstrauß.










Im Park sind natürlich auch eine Reihe von alten Bäumen. Ein schöner Hintergrund für die Blumenbeete.



Hier die Kletterrose
"Chevy chase". Ein Traum in Pink.
Vorteil vieler Rosengärten ist natürlich, daß man auch Rosen sehen kann die nicht so oft in privaten Gärten zu sehen sind. Leider sieht man auch oft Rosen die schwer zu besorgen sind und nach einem Besuch wird die Liste der Rosen die man unbedingt noch haben möchte auch immer länger!



Weitere Infos zum Nells Park in Trier findet man hier

Mittwoch, 11. Juni 2014

Der Garten von Anke de Vries-Südarle

Im Mai waren wir im schönen Norden/Ostfriesland. Meist decken wir uns schon bei Urlaubsbeginn  bei der Touristeninfo mit Prospektmaterial  über aktuelle Veranstaltungen ein und so haben wir auch die Gartenroute Krummhörn Ostfriesland entdeckt.
 Mehr Infos gibts hier (Klicken!)
Mit Glück hatten wir in unserem Urlaub auch ein Wochenende mit offener Gartenpforte erwischt.
Der erste Garten unserer Tour war der Garten von Anke de Vries. Ein wunderschöner riesig großer (1,5 ha) ländlicher Garten unter anderem mit einer großen Hostasammlung.
Der Rundweg beginnt mit einem Knotengarten in einem sonnigeren Gartenbereich.


Direkt daneben liegt ein großer Bauerngartenbereich mit Buchsheckenbegrenzung der Gemüsebeete und klassischem Wegekreuz.











Im Gemüsegarten fand ich diese sehr  orginelle Deko. An einigen Ästen hingen diese "Kartoffelvögel".
Klasse Idee oder!!!!












Weiter gehts an diesem Sitzplatz mit Kräuterspirale vorbei in den Gartenteil der direkt am Haus liegt.










Dieser Bereich ist mit vielen Schattenstauden bepflanzt und man sieht gut, daß durch richtige Pflanzenauswahl auch diese Beete sehr reizvoll sind.
An den geschwungenen Beeten vorbei gehts in die Sonne zu einem Inselbeet mitten im Rasen unter anderem mit vielen verschiedenen Heucheras bepflanzt.

Rechts seht ihr schon das kleine Birkenwäldchen mit einer ganz eigenen Gestaltung.












Viele Farne säumen den Weg und man gelangt so zum Reich des
"Froschkönigs" !

Der Garten hat wirklich riesige Ausmaße und so ist es nicht verwunderlich, daß auch noch ein Teich bzw eher ein Weiher Platz hat auf dem Gelände.
Ein kleines Bootshaus mit Sitzgelegenheiten im Schatten ist auch vorhanden.

Überall im Garten sind Hostas zu finden. Eine große Anzahl ist direkt in Hausnähe.
Ich finde ja solche reinen Hostabeete im Schatten unter großen Bäumen einfach klasse. Ich finde auch ein Garten der farblich eher zurückhaltend angelegt ist kann wunderschön sein. Es muss nicht immer alles farbig und bunt sein. Und so ein Spaziergang durch einen Schattengarten kann auch sehr reizvoll sein.


Uns hat der Garten ganz besonders gut gefallen. Besonders durch seine naturnahe Gestaltung in vielen Beetbereichen. Und natürlich auch durch die schöne Hostasammlung.
 Ganz lieben Dank auch an Fr. de Vries, die mir erlaubt hat Fotos in meinem Blog zu veröffentlichen und uns in ihrem Gartenreich ganz lieb begrüßt hat.
Wir waren an diesem Tag noch einen weiteren Garten besichtigen, auch sehr schön angelegt, allerdings kann ich keine Fotos zeigen, da ich nur für den Privatgebrauch fotografieren durfte. Was ich natürlich auch repektieren werde. Ich kann euch auf jeden Fall nur empfehlen euch im Vorfeld oder vor Ort durch Touristeninfos zu informieren ob man Gärten besichtigen kann. Mittlerweile gibt es viele regionale Gartenrouten außerhalb der großen offenen Pforte vom DGGL (Info hier) und es lohnt sich auf jeden Fall ein Blick über den Gartenzaun. Bis auf wenige Ausnahmen habe ich immer sehr schöne und liebevoll gepflegte Gartenparadiese gesehen. Ganz oft kommt man mit den Gärtnerinnnen und Gärtner auch in interessante  Gespräche.

Sonntag, 1. Juni 2014

Rosige Zeiten

herrschen jetzt im Garten. Viele Pfingstrosen sind noch am blühen und auch viele Rosen stehen jetzt in voller Blüte. Die Bedingungen für eine relativ lange Pfingstrosenblüte sind gut. Kein Regen und moderate Temperaturen sorgen dafür das die Blüten jetzt auch länger halten. Meine Strauchpfingstrosenblüte ist nämlich buchstäblich wegen Regen ins Wasser gefallen. Sowohl bei Rosen wie bei Pfingstrosen mag ich sehr gerne die ungefüllten Sorten wie z. B. die Päonie "Dancing Butterfly". Außerdem hängen die ungefüllten Sorten bei Regen nicht so stark.



Die erste Rose die bei uns geblüht hat ist 
"Rose de Resht". Der Duft dieser
Portlandrose ist einfach wunderbar,
außerdem ist sie sehr robust und frosthart.








Ebenfalls sehr robust und gesund ist
"Rosarium Uetersen". Bei uns wächst sie sogar im Halbschatten sehr gut und blüht sehr willig trotz des nicht so optimalen Standorts.
Sie klettert bei uns  an einem Metallobelisken hoch .






 Also eigentlich habe ich im Garten nicht mehr viele Sonnenplätze, aber als ich
"Ghislaine de Feligonde"in der
Gärtnerei sah bin ich doch wieder schwach geworden.
Sie soll auch im Halbschatten gut wachsen habe ich gelesen.
Na wer sagts denn. Halbschattige Plätze finde ich immer noch !!!!






Die Kletterrose "Alchymist" ist einer meiner Lieblinge. Die Blüte ist innen rosa-apricot und zum Rand zu gelb.
Außerdem duftet sie sehr gut, nur leider mehr in luftiger Höhe.



Vor einigen Jahren habe ich die Ramblerrosen für mich endeckt.
"Alberic Barbier" wächst bei uns an einem Rosenbogen.
Ihr hat dieser milde Winter sichtlich gut getan.
Ich mußte viel weniger frostgeschädigte Äste entfernen als sonst üblich.
Außerdem hat sie auch erheblich mehr Blüten als normal.
Ich denke für rauere Lagen ist sie weniger gut geeignet.
Ganz anders dagegen ist die wunderschöne "Albertine". Sehr robust und gesund hat sie unseren alten Apfelbaum erobert. Die Knospen sind kupferfarbene und öffnen sich dann zu dieser pastellfarbenen Blüte.
Diese Ramblerrose kann ich wirklich uneingeschränkt empfehlen.




Eine tolle dunkelpurpurrote Farbe hat
"Hippolyte".
Im Orginal ist die Farbe noch viel
dunkler. Leider ist es immer ein Problem mit dem Fotografieren von roten Blumen, die Farbe ist oft blasser als in Wirklichkeit. Für Tipps bin ich aber sehr dankbar!




Was wären die rosigen Zeiten aber ohne das "Fußvolk" der Rosen, so wie dieser Rosenwaldmeister.
Mal eine Alternative zu Storchenschnabel, Frauenmantel und co.