Sonntag, 27. April 2014

Schön nostalgisch-der Flieder

Endlich blüht er wieder, mein Lieblingsstrauch- der Flieder.
Ich mag es jetzt morgens durch den Garten zu gehen und es duftet überall nach Flieder. Aus diesem Grund habe ich auch gleich mehrere verschiedene Sorten im ganzen Garten verteilt angepflanzt.
Er ist ja relativ pflegeleicht, nicht so wie viele andere Sträucher die regelmäßigen Schnitt brauchen. Nach der Blüte kann man Verblühtes abschneiden. Ich schneide meine Fliederbüsche aber nur alle paar Jahre etwas in Form. Ältere Zweige werden dann abschnitten. Er verträgt aber auch mal einen radikaleren  Rückschnitt. Wir mußten vor Jahren einmal einen Strauch stark zurückschneiden, da er zu sehr zum Nachbarn rüberwuchs. Er trieb bereitwillig wieder aus. Nur setzt dann die Blüte für 1-2 Jahre aus, denn Flieder blüht am Vorjahresholz.










In einem blassen Lila blüht die
Sorte "Katharine Havemeyer", Die leicht gefüllte Sorte gilt als sehr frosthart und duftet stark.

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Ein Geschenk mit unbekanntem Namen ist dieser ungefüllte, dunkelviolette Flieder.


Leider hat diese Sorte den Nachteil sehr viele Wurzelausläufer zu bilden.
Das ist manchmal schon sehr lästig.








Flieder mag es gerne sonnig bis halbschattig, aber ich habe die Erfahrung gemacht, daß er besser blüht wenn er sonniger steht. Dieser uralte Fliederbusch steht auf dem Nachbargrundstück und hat sich mit seiner Krone zu uns ausgebreitet, weil eine große Tanne ihn bedrängt.
Er bekommt keinerlei Pflege und blüht trotzdem reichlich.




Außer dem klassischen Flieder Syringa vulgaris habe ich seit Jahren einen kleinblättrigen Herbstflieder(Syringa microphylla) im Garten. Ich kann diesen Strauch nur weiterempfehlen
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Seine Dolden sind kleiner und duften nicht so stark wie Syringa vulgaris, aber dafür punktet er mit einer 2. Blüte im Herbst. Diese Blüte fällt allerdings schwächer aus als im Frühjahr. Er ist auch für kleinere Gärten geeignet, da er nur ca 2m hoch wird und auch einen lockeren Wuchs hat.







           Syringa microphylla "superba"




Hier sind beide Fliederarten direkt nebeneinander.

Leider hält Flieder nicht sehr lange geschnitten in der Vase. Der Tipp die Stielenden  mit einem Hammer zu bearbeiten ist mittlerweile überholt. Um die Haltbarkeit zu verlängern soll der Stiel schräg angeschnitten und geschilzt werden. wenn möglich die Blätter entfernen.







Samstag, 19. April 2014

noch schnell ne Osterdeko!

Gestern hatte ich etwas Zeit um zu häkeln. Ein Osternest!
 Ging eigentlich sehr schnell und ist vor allen Dingen
vollkommen gartentauglich da ich eine grobe Baumwollkordel benutzt habe.



Einfach etwas Moos reingesteckt und die übriggebliebenen Eierschalen vom Mittagessen ausgewaschen mit Erde befüllt und einige Hauswurze eingepflanzt. Als kleine Umrandung habe ich noch einige Birkenzweige rundherumgewunden.






Im März als ich unsere große Glyzinie zurückgeschnitten hatte, habe ich mir einige Ranken rübergelegt. Man kann ganz gut damit binden wenn sie nicht zu verholzt sind.
Ich habe die Ranken miteinander verflochten und auch noch Birkenzweige mit eingebunden. Die Pflanzen stehen in normalen Töpfen und wurden nur noch mit Moos abgepolstert.



Diese hübschen gefüllten Primeln mag ich sehr . Sie blühen schon seit Wochen.





Das alte Spitzenband habe ich auch noch in meinem Nähkörbchen gefunden.




Ich wünsche euch Allen noch schöne und erholsame Ostertage und viel Glück beim Eiersuchen!

Dagmar

Donnerstag, 10. April 2014

Wildtulpen und andere Schönheiten

Gefrustet von den gezüchteten Tulpen habe ich in den letzten Jahren versucht mehr Wildtulpen zu pflanzen. Gelten sie doch als robuster und vermehrungsfreudiger.
Bei den üblichen Tulpensorten geht der Bestand ja immer zurück. Egal welche Sorte ich bisher im Garten hatte, im ersten Standjahr sind es 20 Stück nach 3 Jahren kann man froh sein noch 3 Stück an der Stelle im Beet zu haben. Wildtulpen scheinen da eine sehr gute Alternative. Bisher habe ich 4 verschiedene Sorten im Garten und sie bleiben und vermehren sich sogar.


Diese wunderschöne "Wilde"
habe ich im Nettetal bei den Schneeglöckchentagen gekauft.
Ihr fast aristokratischer Name:
Tulipa clusiana var. chrysanthra
"Tubergen`s gem" -Damen Tulpe

Sie soll sich wie auch die anderen Wildtulpen gut vermehren.







Ebenfalls dort gekauft (ich muss auf jeden Fall nächstes Jahr wieder ins Nettetal zu den Schneeglöckchentagen!!!!)
diese Schöne:
Tulipa humilis "persian pearl"-Zwerg-Tulpe









Diese Tulipa tarda -Zwergsterntulpe
wächst schon seit einigen Jahren unter unserem Kirschbaum.











Überhaupt ist mir beim fotografieren aufgefallen, daß ich wohl in den letzten Jahren  immer mehr Wildstauden oder  Stauden mit Wildcharakter für die Frühlingszeit gepflanzt habe. Ein Garten verändert sich ja immer mit den Jahren und auch der eigene Geschmack. Außerdem will man ja auch oft Pflanzen im Garten haben die andere Gärtner nicht haben oder die eher selten sind. Ganz abgesehen davon habe ich mit den Jahren auch viel mehr Wert darauf gelegt, Pflanzen mehr an den Standort angepasst zu kaufen ,als nur nach Schönheit etc.
Man macht ja schließlich auch seine Erfahrungen mit den Gärtnerjahren. Was nützt die schönste Pflanze wenn sie im eigenen Garten nicht wächst oder nur rum mickert.



Wirklich wunderbar seit Jahren wächst bei uns im halbschattigen Bereich in Blumentöpfen diese Gartenaurikeln, vermutlich ist es auch eine Wildform.











Der geschenkten Zierquitte scheint es auch gut bei uns zu gefallen.
Dieses Hummerrot bringt mal eine
andere Farbe in den Garten.












Sitzgelegenheiten sind in dieser arbeitsintensiven Frühlingszeit  eher verwaist.


















Der Ranunckelstrauch soll schon seit Jahren zurückgeschnitten werden. Es steht noch auch dem Arbeitsplan für die nächsten Wochen. Er bestimmt in diesem Gartenteil einfach zu dominant die Beete.
















Die Elfenblume ist in diesem Jahr Staude des Jahres.
Sie sollte viel öfter gepflanzt werden , denn nach der Blüte ist auch das Laub noch bis zum nächsten Frühjahr atraktiv.












Auf die Schachbrettblumen bin ich in diesem Jahr ganz besonders stolz. Vor 3 Jahren hatte ich angefangen jedes Jahr an einer anderen, geeigneten  Stelle welche anzupflanzen. Es war nur Laub zu sehen in den letzten Jahren aber keine Blüten. Aber in diesem Jahr wie bestellt an allen Pflanzstellen-Blüten!!!!
Man sollte als Gärtnerin einfach die Hoffnung nicht aufgeben und mehr Geduld haben.



So ganz konnte ich an den "normalen" Tulpen auch dieses Jahr nicht vorbei. Diese Murillo Tulpe habe ich auf dem Wochenmarkt gekauft, nachdem mir die Gärtnerin versichert hat, ihre Tulpen wäre sicher nächstes Jahr wieder am blühen. Naja, sie gefallen mir und ich warte dann mal aufs nächste Jahr.
Ist ja nicht so als hätte ich es nicht schon einiges versucht wie düngen, pflanzen in Plastiktöpfen und ausbuddeln über den Sommer etc.
Der Osterhase ist übrigens selbstgemacht , die Kurzanleitung findet ihr hier








Diese Mahonie stammt vermutlich noch von unseren Vorbesitztern. Ich habe schon mehrmals versucht sie zu entfernen, aber sie bleibt "standhaft" und erfreut uns jedes Frühjahr mit wunderbar duftenden Blüten, die trösten etwas über den weniger schönen Anblick im  restlichen Jahr.