Donnerstag, 10. April 2014

Wildtulpen und andere Schönheiten

Gefrustet von den gezüchteten Tulpen habe ich in den letzten Jahren versucht mehr Wildtulpen zu pflanzen. Gelten sie doch als robuster und vermehrungsfreudiger.
Bei den üblichen Tulpensorten geht der Bestand ja immer zurück. Egal welche Sorte ich bisher im Garten hatte, im ersten Standjahr sind es 20 Stück nach 3 Jahren kann man froh sein noch 3 Stück an der Stelle im Beet zu haben. Wildtulpen scheinen da eine sehr gute Alternative. Bisher habe ich 4 verschiedene Sorten im Garten und sie bleiben und vermehren sich sogar.


Diese wunderschöne "Wilde"
habe ich im Nettetal bei den Schneeglöckchentagen gekauft.
Ihr fast aristokratischer Name:
Tulipa clusiana var. chrysanthra
"Tubergen`s gem" -Damen Tulpe

Sie soll sich wie auch die anderen Wildtulpen gut vermehren.







Ebenfalls dort gekauft (ich muss auf jeden Fall nächstes Jahr wieder ins Nettetal zu den Schneeglöckchentagen!!!!)
diese Schöne:
Tulipa humilis "persian pearl"-Zwerg-Tulpe









Diese Tulipa tarda -Zwergsterntulpe
wächst schon seit einigen Jahren unter unserem Kirschbaum.











Überhaupt ist mir beim fotografieren aufgefallen, daß ich wohl in den letzten Jahren  immer mehr Wildstauden oder  Stauden mit Wildcharakter für die Frühlingszeit gepflanzt habe. Ein Garten verändert sich ja immer mit den Jahren und auch der eigene Geschmack. Außerdem will man ja auch oft Pflanzen im Garten haben die andere Gärtner nicht haben oder die eher selten sind. Ganz abgesehen davon habe ich mit den Jahren auch viel mehr Wert darauf gelegt, Pflanzen mehr an den Standort angepasst zu kaufen ,als nur nach Schönheit etc.
Man macht ja schließlich auch seine Erfahrungen mit den Gärtnerjahren. Was nützt die schönste Pflanze wenn sie im eigenen Garten nicht wächst oder nur rum mickert.



Wirklich wunderbar seit Jahren wächst bei uns im halbschattigen Bereich in Blumentöpfen diese Gartenaurikeln, vermutlich ist es auch eine Wildform.











Der geschenkten Zierquitte scheint es auch gut bei uns zu gefallen.
Dieses Hummerrot bringt mal eine
andere Farbe in den Garten.












Sitzgelegenheiten sind in dieser arbeitsintensiven Frühlingszeit  eher verwaist.


















Der Ranunckelstrauch soll schon seit Jahren zurückgeschnitten werden. Es steht noch auch dem Arbeitsplan für die nächsten Wochen. Er bestimmt in diesem Gartenteil einfach zu dominant die Beete.
















Die Elfenblume ist in diesem Jahr Staude des Jahres.
Sie sollte viel öfter gepflanzt werden , denn nach der Blüte ist auch das Laub noch bis zum nächsten Frühjahr atraktiv.












Auf die Schachbrettblumen bin ich in diesem Jahr ganz besonders stolz. Vor 3 Jahren hatte ich angefangen jedes Jahr an einer anderen, geeigneten  Stelle welche anzupflanzen. Es war nur Laub zu sehen in den letzten Jahren aber keine Blüten. Aber in diesem Jahr wie bestellt an allen Pflanzstellen-Blüten!!!!
Man sollte als Gärtnerin einfach die Hoffnung nicht aufgeben und mehr Geduld haben.



So ganz konnte ich an den "normalen" Tulpen auch dieses Jahr nicht vorbei. Diese Murillo Tulpe habe ich auf dem Wochenmarkt gekauft, nachdem mir die Gärtnerin versichert hat, ihre Tulpen wäre sicher nächstes Jahr wieder am blühen. Naja, sie gefallen mir und ich warte dann mal aufs nächste Jahr.
Ist ja nicht so als hätte ich es nicht schon einiges versucht wie düngen, pflanzen in Plastiktöpfen und ausbuddeln über den Sommer etc.
Der Osterhase ist übrigens selbstgemacht , die Kurzanleitung findet ihr hier








Diese Mahonie stammt vermutlich noch von unseren Vorbesitztern. Ich habe schon mehrmals versucht sie zu entfernen, aber sie bleibt "standhaft" und erfreut uns jedes Frühjahr mit wunderbar duftenden Blüten, die trösten etwas über den weniger schönen Anblick im  restlichen Jahr.

Kommentare:

  1. Von deinem Beitrag bin ich richtig begeistert, spricht er mir doch aus der Seele. Die Stauden pflanzen, die an dem Standort richtig sind, so mach ich das nur noch. Was nicht bleiben will, wird durch Anderes ersetzt. Früher hatte ich auch Wildtulpen, sie sind weg - vermutlich die Wühlmaus, obwohl sie in einer Ecke gar nicht gräbt. Dann ist es etwas anderes. Die neuen Fritillarien sind auch weg. Am Besten lasse ich es wohl ganz.
    Mit den gekauften Tulpen hab ich nur Probleme, immer die falschen Farben. Darauf hab ich echt keine Lust mehr. Reklamationen werden zwar bearbeitet, dann ist es aber wieder genau so.

    Vielen Dank für diesen schönen Beitrag!

    Sigrun

    AntwortenLöschen
  2. Herrlich!!!!! Auf Deine Schachbrettblume kannst Du wirklich stolz sein!!! Ich habe letztes Jahr auch nochmal einen Versuch gestartet und er scheint gelungen! Bisher sind die Schachbrettblumen bei mir immer verschwunden! Ich bin übrigens ein großer Freund der Wildtulpen! Ich finde die hochgezüchteten sehen teilweise richtig unnatürlich aus! Da bleibe ich lieber bei den kleinen Wilden! Habe bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht!!!
    Viele Grüße von
    Margit

    AntwortenLöschen
  3. Jaaaaa, ich freue mich mittlerweile auch mehr über meine kleinen, seltenen Schattenstauden, obwohl sie Besuchern gar nicht auffallen.
    In meinem Garten wächst Tulipa tarda schon sehr lange und jedes Jahr fürchte ich, dass sie verschwunden sein könnte, aber dann ist sie doch da und blüht so schön. Tulipa bakeri dagegen treibt nur noch Laub.
    VG
    Elke

    AntwortenLöschen
  4. Wildtulpen sind was schönes. Bin auch immer wider auf der Suche nach guten Sorten. Deine persische Perle kannte ich noch nicht, danke für den Tipp. Ganz kann ich auf grossen Tulpen nicht verzichten, ich setzte die aber nur in Töpfe.
    Liebe Grüsse Mara- Tiziana

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Dagmar,
    Deine Wildtulpen sind sehr schön - die sollte ich vielleicht auch einlegen im Herbst - weil von den vielen Säcken die ich in den ganzen Jahren schon gepflanzt habe blühen nur mehr ein paar Einzelne. Spätestens im
    2. Jahr ist es mit der Blühfreudigkeit meiner Zwiebeln vorbei.
    Liebe Grüße,
    Ingrid

    AntwortenLöschen
  6. Bisher habe ich nur eine gelbe Wildtulpensorte bei mir gepflanzt und freue mich jedes Jahr, wenn sich die grünen Blätter zeigen. Deine Fotos machen Lust auf mehr......Bei Krokussen mag ich die Wilden auch lieber, sie haben sanftere Farben und vermehren sich schnell.
    Beim Lesen musste ich gerade schmunzeln. Als ich einer Freundin helfen wollte, ihre Mahonie der Vorbesitzer auszugraben, ist der Spaten kaputt gegangen. Jetzt blüht sie immer noch an der gleichen Stelle. Eine Mahonie wird man wohl nicht mehr so einfach los.
    LG Sigrun

    AntwortenLöschen
  7. Ohhhhh, bin gerade durch deinen Traumgarten getraumwandelt und bin noch immer ganz entrückt... wunderschön. Die Tulpen sind super! Diese gelb-weiße Zwergtulpe habe ich seit Jahren, da kann ich dir nur bestätigen, dass sie brav immer wieder kommt, sie quält sich schon unter dem Rhododendron hervor, weil ich doch auch nicht damit gerechnet habe, dass die so lange lebt. Und: Diese weiße Murillo-Tulpe habe ich vor zwei Jahren von meiner reizenden Nachbarin bekommen - sie ist auch in diesem Jahr wieder da ... soviel zu meinem, kleinen Erfahrungsbericht - und die Sitzplätze sind auch bei mir ungenutzt.
    Hab eine sonnige Zeit und eine wunderschöne Osterwoche
    Elisabeth

    AntwortenLöschen
  8. Welch schöne Tulpen, mein Einkaufszettel für den Herbst wird immer länger :-)). Die Elfenblume hatte ich im letzten Jahr gepflanzt. Der Standort ist ein wenig kritisch denn hier hat bisher nichts überlebt. Vor ein paar Tagen dachte ich noch meine Elfen seien eingegangen. Gestern jedoch war die Freude riesig , als ich die ersten Blüten entdeckte. Es werden in nächster Zeit sicher mehr dort einziehen. Wie Du schon schreibst, auf den richtigen Standort kommt es an.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Alexandra

    AntwortenLöschen
  9. Hallo Dagmar,
    ich habe auch einige Wildtulpen, die aber auch nicht alle zuverlässig sind. Während die Tarda-Tulpe sich massenhaft vermehrt, vermehren sich bei der Felsentulpe nur die Blätter und es erscheint nur ab und zu mal eine Blüte (sie steht wahrscheinlich zu schattig). Deine Tulpen sind sehr schön, vor allem haben sie lange Stiele! Meine Tarda-Tulpe, die normalerweise zu dieser Zeit der Star im Beet ist, wird dieses Jahr von den viel schneller als sonst wachsenden Stauden drumherum ziemlich überdeckt.
    Einige meiner normalen Tulpen kommen seit vielen Jahren mehr oder weniger immer wieder. Wenn die Mutterzwiebeln absterben, blühen irgendwann die Tochterzwiebeln, von daher blüht eigentlich immer irgendwas. Nachdem die lilafarbenen in den letzten Jahren super geblüht haben, legen sie jetzt mal wieder eine Pause ein...

    Liebe Grüße und schönes Wochenende, Bärbel

    AntwortenLöschen
  10. Ja, wäre schön, enn wenigstens die Wildtulpen zuverlässig wiederkämen udn auch blühen würden. Bis auf die Tarda sind aber wohl auch die Wilden nicht bereit dazu. :-( Ich habe mir im Vorjahr zwar auch die süsse kleine humilis gekauft, sie blüht gerade sehr schön. Bin mir aber ziemlich sicher daß sie mich im nächsten Jahr nicht mehr so erfreuen wird. Naja, sie war im Abverkauf, bevor sie in der Biotonne landet habe ich sie gerettet.
    Jetzt habe ich gelesen daß es sehr sehr wichtig wäre, daß die Tulpenzwiebeln im Sommer ein paar Monate absolut trocken haben sollten um wieder zu blühen. Wenn man das Beet in dem sie stehen gießt, solle man sie ausgraben und im Herbst neu pflanzen.
    Dazu wirds hier wohl nicht kommen, wenn sie so kapriziös sind sollen sie bleiben wo der Pfeffer wächst. Mir gefallen ohnehin Narzissen besser, die mögen auch die Wühlmäuse nicht.
    An den Schachbrettblumen hab ich auch meine Freude, die sind ja längst nicht solche Diven wie ich mir immer dachte.

    Und noch viel Spass beim "Zur Räson bringen" der Kerrie.
    Das haben wir hinter uns. Mein Mann braucht mir ja sonst nicht zu helfen, aber bei der verwilderten Kerrie habe ich ihn darum gebeten. Er hat nicht wenige qm mit der Motorsense niedergesenst. Die hab ich dann so gut es geht von den Wurzeln befreit und jetzt habe ich ein neues echt großes Hostabeet unterm Birnbaum. War eine ganz schöne Plackerei die sich aber ausgezahlt hat.

    lg Frieda

    AntwortenLöschen
  11. Ich mag Wildtulpen auch viel lieber und habe einige im Garten. Sie sind sehr zuverlässig und kommen in jedem Jahr wieder!
    Liebe Grüße,
    Markus

    AntwortenLöschen
  12. Ich kann Dich gut verstehen! Ich habe für diesen Frühling auch einige Wildtulpen gepflanzt, von den konventionellen Tulpen sind heuer gerade Mal 5 Stück wiedergekommen, alle anderen Zwiebeln trieben nur noch Blätter.

    lg kathrin

    AntwortenLöschen