Dienstag, 21. Januar 2014

Der winterliche Garten-Buch und Wirklichkeit

Herr Gartenverbandelt hat sicher geahnt, daß ich etwas Aufmunterung brauche in dieser gartenarbeitsarmen Zeit, als er mir dieses Buch geschenkt hat:
Ein spezielles Gartenbuch nur über den winterlichen Garten hat mir auch noch gefehlt.
Und genau zu unseren aktuellen Wetterlage , eklig feucht und nasskalt, gibt es sogar ein Kapitel.
Nasse Standortbedingungen!! Dieses Buch behandelt sehr ausführlich Standortansprüche von winterattraktiven Pflanzen wie Lehmboden, sandige Böden oder auch Waldland und sogar auf Kübelbepflanzung im Winter wird eingegangen.
Die Verwendung von immergrünen Gehölzen und Stauden wird natürlich angesprochen sowie die Auswahl von Winterblühern von Zwiebelpflanzen bis zu Blütensträuchern. In den Einführungskapiteln kann man sich informieren über die Arbeit im winterlichen Garten und auch auf besondere Tips wie Beetgestaltung für den Winter vom Fenster aus gesehen wird eingegangen.  Das Buch ist weniger ein Bildband wie ein gutes praxisbezogenes Buch mit vielen Fotos. Wer sich intensiver mit Bepflanzung in seinem Garten bezüglich einens auch attraktiven winterlichen Gartens beschäftigen möchte wird mit diesem Buch sicher nicht enttäuscht.
Und nun zur Realität im Garten "gartenverbandelt".
Trübes nasses Wetter bestimmt zur Zeit die Tage hier bei uns im Südwesten.



Diese Akelei im Kübel ist schon stark ausgetrieben, kein Wunder bei Temperaturen von bis zu 10 Grad.










Dieses Gras sieht auch  in der Nahaufnahme noch sehr hübsch aus. Überhaupt habe ich mir vorgenommen in der nächsten Gartensaison vermehrt Gräser zu pflanzen, sie sehen auch jetzt noch attraktiv aus.



Wie könnte es anders sein, blitzen jetzt schon
 die Schneeglöckchen heraus.













Diese Fotos zeigen ganz deutlich die Folgen des bisher warmen Winters.
Unsere Eichblatthortensien haben noch kaum Laub verloren und außerdem ist es auch noch fast grün.











Der Rosmarin ist am blühen............!
















Dieses Alpenveilchen sollte eigentlich im Herbst blühen.










Unser gemulchter Gartenweg( im Frühjahr wird dort der gehäckselte Heckenschnitt entsorgt) ist zur Zeit eine matschige Masse. Leider weniger schön, da unser Kompost nur über diesen Weg zu erreichen ist.
Zum Schluss noch ein Foto einer Christrose. Zuerst ist sie wirklich gut gestartet und dann dies: zerfressene Blüten und Blätter. Leider auch an anderen Sorten mit Ausnahme der stinkenden Nieswurz (Helleborus foetidus). Ich habe ja Schnecken in Verdacht oder gibts auch andere Tiere die sie zum Fressen gern haben???Falls jemand von euch da mehr weiß, bin für Tips sehr dankbar.

Kommentare:

  1. Dein Alpenveilchen ist eine Frühlingscyclame und zwar ein wenig bald dran, aber grundsätzlich schon richtig unterwegs. Wenns eine größere Pflanze ist, wirst du in den kommenden Wochen noch viele Blüten bestaunen können!
    Danke für den Buchtipp, schaut klasse aus und behandelt ein Thema, das immer viel zu kurz kommt.
    LG, Katrin

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  2. Feucht, kalt, nass - aber nicht kalt genug. Ich glaube auch, dass es kleine Schnecken sind. Bei mir arbeitet sogar der Dickmaulrüssler- wintergrüne Hemerocallis sind zerfressen. Ich könnte erbrechen! Das ist sicher ein tolles Buch!

    Sigrun

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  3. Liebe Dagmar,
    hab vielen Dank für die lieben Worte *gg* ! Du, das Buch habe ich auch und finde es auch klasse. Schade, dass so wenige Bücher zu dem Thema gibt. Bei dir ist ja schon ordentlich was los *staun* - hier schaut noch gar nix raus und jetzt soll ja der Winter doch noch kommen und damit wird das hier auch nicht so schnell so aussehen. Was deine Helleborus angeht - Silke hat ja auch immer wieder angefressene bzw. zerlöcherte Blätter bei ihren Helleborus und da war wohl ein Käfer dran. Aber die Fraßspuren an den Blütenblättern sind sicherlich kleine Nacktschnecken. Hast du das Laub schon entfernt ? Das hilft manchmal, da sie sich ja unter den großen Blättern bestens verstecken können...
    Das scheint wirklich ein schlimmes Ungeziefer-Jahr zu werden (außer wenn jetzt tatsächlich noch die große Kälte kommt, aber dafür müsste es Kahlfrost ohne schützende Schneedecke sein...) *seufz*
    Das Problem mit dem Kompost kenne ich und daher werden wir unsere Kompostecke in diesem Frühjahr umsetzen an einen Weg, welcher gesplittet ist. Kann ich ja mal zeigen wenn es soweit ist. Vielleicht helfen Euch Hackschnitzel ? Die werden ja normalerweise verheizt, aber bei uns hier sind alle großen Spielplätze damit gemulcht, damit es keine feuchten und matschigen Ecken gibt.
    Ja, ich bin wirklich gespannt, wie das Gartenjahr so weitergehen wird... Hab eine schöne Woche - GGLG, Christine

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  4. Ja, ich tippe auch auf den fiesen Dickmaulrüssler. Den hatte ich auch mal. Hat sich aber, wie so vieles irgendwann von selbst erledigt. Das Buch interessiert mich sehr. Muss ich mir mal ansehen. Im Sommer kann ja jeder einen schönen Garten haben. Wenn er auch im Winter noch schön ist, ist ein wirklich ein Könner am Werk... ich muss da auch noch üben.
    Grüße, Anna

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  5. Bei mir im Garten sind leider auch recht viele Schädlinge aktiv, das liegt wohl am "milden" Winter. Der Dickmaulrüssler knabbert sogar am Rhododendron und man kann nicht viel dagegen machen.

    lg kathrin

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  6. Hej, was für ein schönes Geschenk. Da hatte dein Mann aber wirklich ein Gschpüri! Ja bei mir schauts im Garten ähnlich aus. Ich mag im Moment irgendwie gar nicht hinsehen, alles ist einfach viel zu früh, zu weit, zu warm, und doch so grauslich nasskalt. Ne, solche Winter mag ich definitiv nicht!
    Liebe Grüsse
    Ida

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  7. Bei der Christrose hätte ich jetzt auch die Schnecken im Verdacht, die sind garantiert noch aktiv gewesen.
    Ich staune auch immer, wieviele Raupen die Meisen noch aus meinen winterlichen Stauden klauben - besonders im Braunen Storchschnabel, der immer noch grün ist, werden sie sehr oft fündig.
    VG
    Elke

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  8. Gartenbücher kann man nie genug haben und das hier scheint ein besonders interessantes Buch zu sein!
    Meine Christrosen sehen zum Teil auch recht angeknabbert aus, vielleicht sollte ich tatsächlich schon mal Schneckenkorn streuen

    LG Lis

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  9. Ich hatte die Hoffnung, dass es hier nun endlich mal eine Antwort auf meine Frage zu dem 'gemeinen Lenzrosenbohrer' gibt, der hier ja offensichtlich auch zugeschlagen hat. Aber Fehlanzeige :-( Also die Nacktschnecken mögen auf jeden Fall Helleborus niger und finden auch Gefallen an den Kreuzungen mit H. niger. Das haben bei uns jahrelange Beobachtungen ergeben. Und bei den Helleborus oientalis habe ich den Rüssekäfer als Knospenbohrer in Verdacht - konnte aber bisher nur mal im Mai einen davon Käfer entdecken. Jedenfalls habe ich mir den Übeltäter mit einer gekauften Lenzrose wohl vor einigen Jahren eingeschleppt. Denn als ich den Topf im Frühjahr isoliert am Haus dekorierte, hatte er wenig später ein Loch in der Knospe ...
    VG Silke

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