Donnerstag, 24. Oktober 2013

Manor House in Upton Grey

Während unser Gartenreise hatten wir auch das Glück einen wunderschönen Privatgarten zu besichtigen der nach den Plänen von  Gertrude Jekyll 1908 angelegt wurde.
Leider hatte es an diesem Tag ausgiebig geregnet, aber wirkliche Gartenenthusiasten schreckt ja bekanntlich nichts ab.
Die heutigen Besitzter ( Fam. Wallinger) haben den Garten in den letzten 20 Jahren nach den Orginalplänen restauriert. Mrs. Rose Wallinger hat uns selbst durch den Garten geführt und uns auch die Pläne von Gertrude Jekyll gezeigt.
Vom Herrenhaus aus, liegt ein großer Teil des Gartens unterhalb einer Terrasse und man hat von dort eine gute Übersicht über diesen
Gartenteil.
Man sieht von hier aus auch sehr gut die Struktur des Gartens und wie er
von Hecken umsäumt ist.












Zwischen diesen Hecken gibt es aber noch versteckt einen Weg  endlang der  Außengrenze des Gartens.


Ich hoffe man kann es hier gut erkennen.
Dort sind ebenfalls noch Beete, aber eher Schattenpflanzen und Farne.
Dort hat man auch ein ganz anderes Gartengefühl als im Hauptgarten.







Die Farbkombinationen in den klassischen Borders zu dieser Zeit hauptsächlich in rose und blau.
Aber es gab auch am Rand des Gartens Beete mit kräftigen Farben.
Durch geschickte Anpflanzung von Kletterpflanzen wurde auch noch eine zweite Ebene geschaffen und der Garten so noch weiter strukturiert.

Aber wie in vielen tollen englischen Gärten gibt es auch noch einen wilden Gartenteil. Hier im Manor House liegt er vor dem Haus und ist über eine Treppe zu erreichen.
Dort gibt es einen großen Teich und was mir immer sehr gut gefällt eine Wildblumenwiese. Gemähte Wege laden zum Spazieren ein.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Dauerbrenner und Lieblinge


Wer jetzt im Okober noch üppig und noch immer  blüht, der kann wirklich als Dauerbrenner bezeichnet werden, so wie  die Herbstanemonen. Seit über 2 Monaten blüht diese Staude nun schon in meinem Garten unermüdlich durch.
Das Laub ist noch sehr schön anzusehen und hängt nicht schon schlapp runter wie z. B. bei den Hostas.
Bisher hatte ich mit dieser Staude noch nie Probleme. Kein Schädlingsbefall oder Pilzerkrankung trübte ihr Wachstum und als Schneckenfutter dient sie auch nicht. Ein großer Vorteil in unserem Garten. Selbst über den schattigen Beeten schweben ihre Blüten. Ist sie einmal gut angewachsen muss nur manchmal ihre Verbreitungsfreude eingedämmt werden, aber über Ableger freuen sich auch die Nachbarn. Auf jeden Fall gehört sie zu meinen Lieblingsstauden.
 Ebenfalls zu meinen Lieblingen gehört die Dahlie "Omega". Die Blüten haben einen Durchmesser von
 ca 15 cm und so reicht eine einzige Blüte schon für die Blumenvase aus oder macht viel her als  Mitbringsel.



Die neue Hortensiensorte
"Pink Annabelle" hat sogar jetzt noch neue,
allerdings kleinere,  Blütenbälle geöffnet.











Auch bei den Kübelpflanzen gibt es
Dauerbrenner, wie diese
Agapanthus, die schon seit vielen Wochen immer neue Blüten bildet.
Sie gehören schon seit langem wegen ihrer tollen Farbe zu meinen Lieblingen.







Vielleicht keine lange Blütenzeit dafür aber eine große Blütenmenge findet man bei den Herbstcrysanthemen.
Schnell sind sie an die Plätze gestellt, wo sonst nicht mehr viel blüht.
Sehr schön, aber leider auch sehr ausbreitungswütig ist die Myrtenaster auch Septemberkraut genannt.
Aber die Blütenfülle macht das wieder wett. Die kleinen weißen Blüten leuchten bei dem trüben Wetter schon von weitem.


Die Felsenbirne ist auch eine meiner
Lieblingspflanzen. Schöner Austrieb, schöne Blüten, toller Fruchtschmuck
der vielen Vögeln gut schmeckt und eine wunderschöne Herbstfärbung.
Was will man mehr!
Und fast hätte ich es vergessen , außerden sehr pflegeleicht!









Die Früchte der
Passionsblume verfärben sich schon leicht . Leider sind sie hohl, also nichts für den Obstsalat.








Schönen Beerenschmuck gibts  bei dem Crotonneaster zu sehen und die Herbstfärbung der Heidelbeere leuchtet in Wirklichkeit noch intensiver.

Samstag, 5. Oktober 2013

Grabbepflanzungsideen von der IGS Wilhelmsburg

Wie in den letzten Jahren auch, möchte ich euch jetzt im Oktober wieder Fotos zeigen von Grabbepflanzungen.
Zu dieser Zeit ist meist der Sommerflor auf den Gräbern abgeblüht und es kommt die Zeit der Herbstbepflanzung. Ein gute Möglichkeit um sich Anregungen zu holen sind die diversen Gartenschauen. Wir waren in diesem Jahr auf der IGS in Wilhelmsburg, die wirklich ein sehr großes Areal mit Schaugräbern hatte. Unser Besuch auf dem IGS-Gelände war Ende August und die Pflanzen sind eher noch  sommerlich, aber die Bodendecker oder Randbepflanzung ist ja jahreszeitlich unabhängig. Vielleicht findet ihr trotzdem die ein oder andere Anregung. Diesmal habe ich auch bei vielen Ideen die Pflanzennamen mitnotiert. Da einige von euch in den letzten Posts zu diesem Thema nachgefragt hatten.
Hier nochmal die Bepflanzung mit den
Purpurglöckchen  im Detail.
Heucheras eignen sich wirklich gut
zur Grabbepflanzung. Sie lassen sich sowohl mit Sommer wie mit Herbstpflanzen gut kombinieren und sind auch im Winter immergrün.
Außerdem machen sie auch an heißen Sommertagen nicht so schnell schlapp und sind nicht so gießintensiv.




Ein Trend zumindest bei diesen professionell gestalteten Gräbern scheint auch die Verwendung von Kugeln, Steinen oder ähnlichem zu sein. Außerdem sind viele Gräber nicht mehr eben, sondern wie hier etwas modelliert. Diese rostigen Kugel gefallen mir ganz gut und sie lassen sich auch gut in die Bepflanzung integrieren.
Problematisch ist da eher, daß leider auch auf Friedhöfen von Pflanzen bis Deko oder Grablichtern alles geklaut wird und diese Kugel nicht so preiswert sind und natürlich auch gut in einen normalen Garten passen würden.
Hier wurden als Bodendecker Echte Rebhuhnbeere (Mitchella repens), Muschelzypresse (Chamaecyparis obtusa) und der Spindelstrauch (Euonymus fortunei ) gepflanzt. Auch kleinbleibende Gräser sind sehr gut geeignet und lockern die Bepflanzung etwas auf.




Hier einmal ein Urnengrab mit einem Weinstock und Farnen bepflanzt.














Es muss auch nicht immer bunt sein, auch Grabstätten in Grüntönen bepflanzt, können sehr attraktiv aussehen und sind vom Gießaufwand sicher etwas pflegeleichter.


Atlas Zeder (Cedrus atlantica)
Waldkiefer (Pinus sylvestris)
als Bodendecker:
Graues Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus)
Blaugrünes Stachelnüsschen (Acaena buchananii)






Hier mal ein sehr bunt bepflanztes Grab, aber trotzdem schön für alle, die die eher formal gestalten Gräber nicht so gern mögen.
Auch bei dieser Bepflanzung wurde etwas unüblich , aber sehr hübsch wie ich finde, mit Tonscherben dekoriert. Ein schöne Idee sicher auch für den Garten .
Eine tolle Pflanzenauswahl auch bei diesem Grab: Zwergwacholder (Juniperus horizontalis) und daneben der schwarze Schlangenbart (Ophiopogon planiscapus) als Bodendecker und als Saisonbeplanzung : Buntnesseln, Begonien, Klee und die Euphorbia Zauberschnee.

Bei einigen Pflanzen hatte ich auch Sortennamen notiert, wer auch daran Interesse hat, nur kurz nachfragen.