Sonntag, 26. August 2012

Garten der Sinne-Merzig

Eigentlich war er schon lange überfällig- ein Post über ein Gartennetzwerkprojekt ganz in unserer Nähe.
Vor einigen Jahren ist unter dem Namen "Gärten ohne Grenzen" ein Netzwerk entstanden von mehr als 20 Gärten und Parkanlagen im Saarland, Rheinland-Pfalz, Luxemburg und dem Departement Moselle in Frankreich.
Durch eine Förderung der EU sind neue Gärten angelegt worden oder alte Gärten überarbeitet worden.
In Merzig ist einer der Gärten- der Garten der Sinne.
Der Garten ist erst 10 Jahre alt und liegt oberhalb von Merzig. Er ist in verschiedene Themenbereiche gegliedert .



Ein großer Gartenteil ist als Kiesgarten angelegt und zur Zeit wirklich wunderschön. Viele Präriestauden und Gräser dominieren in diesem Gartenteil.
Wer seinen Garten in diesem Stil anlegen möchte findet hier gute Anregungen, außerdem ist alles gut beschriftet.





















Weiter geht es über eine "Wassertreppe" in einen anderen Gartenbereich.











Im Farbengarten gibt es ein rotes Gartenzimmer.














Ein gelbes Gartenzimmer














Außerdem jetzt in voller Blüte - das weiße Zimmer.














Ein kleiner Wassergarten bietet Erfrischung.
In den letzten Tagen, bei dieser Hitze bestimmt gut besucht.











Der Rosengarten am Eingangsbereich ist sicher zur Hauptblütezeit noch etwas atraktiverer als jetzt.
Alle Rosen sind mit hübschen Schildern etikettiert und wer mag kann so die Namen notieren.









Der Garten ist leider nur ca 2 Ha groß und am Ende dachte ich, einige Themengärten mehr wären schön gewesen. Ein Cafe, ein kleiner Pflanzenverkauf und ein Kinderspielplatz gehören mit zum Angebot. Das ganze Gelände ist auch für Besucher mit Rollstühlen gut zu erkunden, dies ist mir durch andere Besucher positiv  aufgefallen.
Mehr Info zum Projekt  hier
Zum Schluß noch ein Bild vom Tastgarten von der Außenterrasse des Cafes aus betrachtet.


Montag, 20. August 2012

Und nochmal Hortensien

Einige der Rispenhortensien laufen jetzt erst zu Höchstform auf. So habe ich erst im letzten Jahr in das neue Beet neben unserem Gartenhäuschen eine
"Limelight" gepflanzt. Das nasse Sommerwetter im Juni und Juli hat sicher dazu beigetragen, daß sie schon im 2 Standjahr so gut wächst.
Diese Hortensien scheinen auch einen etwas geringeren Wasserbedarf, als andere Arten zuhaben. Sie sind im Moment nicht so durstig wie andere.








Direkt daneben ebenfalls eine Hortensie, allerdings eine Ballhortensie, die in diesem Jahr mit der Blüte aussetzt.
In den letzten Jahren habe ich immer bessere Erfahrungen mit den Rispenhortensien gemacht, sind sie doch viel frosthärter als die Ball bzw. Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla).








Ebenfalls sehr wüchsig die Rispenhortensie
"Farbsymphonie".






Die Blüten wechseln von weiß zu rosa
über. Die Stiele sind dunkelrot und bringen dadurch noch einen zusätzlichen Efekt.



"Farbsymphonie" nur wenige Tage nach dem oberen Foto.











Schöne Farbwechsel haben natürlich auch die Macrophylla Hortensien.
Leider kenne ich den Namen dieser Schönheit nicht, aber der Farbverlauf war traumhaft, von gedecktem Pink zu altrosa-grün.
Als Geschenk von meiner Tochter wird sie in Zukunft ihren Namen tragen.






In diesem Jahr hat der viele Regen vom Frühsommer die Waldhortensie (Hydrangea arborescens)
"Annabell" nahezu zum explodieren gebracht.















Wirklich riesige Blütenköpfe !!!!!












Wie ihr seht liebe ich weiße Hortensien sehr.
Diese Ballhortensie heißt passenderweise "Schneeball" und ist mir erst letzte Woche in meiner Lieblingsgärtnerei "nachgelaufen" !
Aber schließlich gab es auch einen guten Grund für den Kauf, mußte doch meine "Nymphe" ersetzt werden, die leider von diesem Winter dahingerafft wurde.



Auch erst seit kurzem im Garten ist die "Twist n Shout" aus der Endless Summer Serie. Bisher zeigt sie sich sehr wüchsig und lappt auch nicht bei diesen hohen Temperaturen zur Zeit.










Leider sieht man die Samthortensien(Hydrangea aspera) in unseren Gärten viel zu selten. Auch sie sind beim verblühen noch attraktiv und durch die für Hortensien außergewöhnlichen Blätter sowieso.

Montag, 13. August 2012

Der Weg zum perfekten, pflegeleichten Garten...

....... ist sehr lang! Und macht viel Arbeit !
 Will man einen perfekten Garten haben, sollte man nämlich einiges beachten. So ist es nicht schlecht sich zuerst kundig zu machen, welche Pflanzen denn da so in einem verwilderten Garten wachsen, wenn man sich ein Haus kauft. Auch die Freude über schöne, noch kleine, Hecken wird schnell getrübt, wenn es sich um wilde Hartriegel handelt. Als Ausrede gilt leider nicht ewig:"Ich war froh, daß wenigstens etwas Sichtschutz im Garten war". Die Quittung kommt dann später, wenn besagte Hartriegel sich ausbreiten wie im Dschungel, sowohl durch Vögel ("Toll die Früchte sind auch was für Vögel!")wie über gefühlte Millionen Ausläufer. Ganz schlecht und nicht sehr freundschaftsfördernd ist es auch, solche  Sträucher auch noch zu verschenken. Da kann man nur hoffen, daß die Beschenkten ein Kurzzeitgedächtnis haben oder die Gärtnerin so sehr mögen, daß sie fast alles verzeihen. Immer günstig wirkt es sich aus, die Wachstumbedingungen der Pflanze vor ! der Pflanzung zu berücksichtigen, so wachsen Lavendel und Co nicht gut im Schattenbeet und Hortensien nicht in der Sonne auch nicht wenn die Gärtnerin es noch so sehr möchte. Da nützt es der Gärtnerin auch nicht, wenn es gerade in dem Beet wirklich toll aussehen würde.Will man mal das ungepflegte Beet im Hintergrund kaschieren, setzt man vorne ins Beet  die wirklich  großen Stauden, dadurch wirkt der Garten zwar kleiner, aber gepflegter. Üpiges Pflanzen unterdrückt natürlich das Unkrautwachstum, ersetzt aber trotzdem nicht das jäten. Und hat die Gärtnerin keine Zeit oder, was auch mal vorkommen soll, keine Lust hilft nur partielles jäten, vorallem der Pflanzen, die jeder ! Besuch  auch als Unkraut erkennt. Andere Wildkräuter kann man schon mal aus Zeitmangel stehen lassen! Dann erzählt man dem geneigten Besucher, die Gärtnerin mag Naturgärten und üpige Beete, in der Hoffnung er erkennt nicht alles als Unkraut.
Kommt denn mal wirklich wichtiger Besuch und man möchte glänzen mit seinem Garten. Ist es nicht schlecht, wenn man über genügend Kübelpflanzen verfügt, die auch schon mal in Beetlücken gestellt werden können! Das geht schnell und spart Geld, hinterläßt aber schon mal Lücken an anderen Stellen. Daher empfiehlt es sich immer viele Pflanzen zu kaufen,(o.k. das Geldspar-Argument ist relativ) auch wenn man keinen Platz mehr hat, umso bei Bedarf schnell Lücken füllen zu können. Häufige Besuche von Gärtnereien gehören ebenso zm perfekten Garten. Persönliche Bedenken, ob überhaupt noch Platz im Garten ist, sollten beim Besuch eines Gartenzentrum möglichst schnell ignoriert werden.
Selbst die Wahl der Vogelfutters im Winter, hat Konsequenzen. Besitzt man nämlich einen Steinofen im Garten und möchte in den Getreideanbau einsteigen, kauft man gemischtes Futter. Ansonsten erwirbt man nur Sonnenblumenkerne, das erspart einem lästiges Ernten von Hirse, Weizen und Co. Günstig ist es auch, das Beet unter dem Vogelhäuschen gleich in den richtigen Farben, passend zu vergessenen Sonnenblumenkernen zu pflanzen, vorzugsweise in gelb und orange.
Das Kaufen und Ausstellen von vielen Gartenbüchern erweckt direkt beim geneigten Besucher, den Eindruck es auch mit einer kompetenten Gärtenerin zu tun zu haben. Häufiges einstreuen von fleißig gelernten lateinischen Pflanzennamen ebenso. Das Schreiben eines Blogs auf jeden Fall!(die Leser sollten allerdings nicht mit ellenlangen Posts gelangweilt werden!)
Auch die Partnerwahl ist wichtig zur Erlangen eines perfekten Gartens. Sehr zu empfehlen ist die Auswahl eines geduldigen Mannes, wahlweise auch einer Frau, möglichst auch noch handwerklich begabt. Behutsames erklären der Wünsche und öfteres Wiederholen der selbigen( Pergola, Gartenhäuschen, Teich,.......) fördert die Akzeptanz! Ausgiebiges loben der gebauten Objekte, vorzugsweise bei den besten Freunden des Ehemannes spornt ihn an. Ganz besonders toll ist es ,wenn er oder sie den Garten nach einiger Zeit auch als Hobby ansehen. Das verkürzt lästige Diskusionen in Gärtnereien oder bei Gartenmessen enorm.

Ähnlichkeiten mit der Autorin dieses Post sind natürlich rein zufällig!

Dienstag, 7. August 2012

Quer durch die Sommerbeete

Die Dahlien laufen jetzt zur Hochform auf. Seit einigen Jahren gibt es wieder mehr Dahlien in meinem Garten. Jahrelang hatte ich Probleme mit diesen schönen Pflanzen, weil die Schnecken sie noch lieber mochten als ich. Kaum gepflanzt , schon abgefressen, nach diesem Motto sind sie im Garten immer weniger geworden. Duch die Freßattacken geschwächt, mikerten sie vor sich hin. Aber ich mag diese traditionellen Sommerblumen sehr, außerdem blühen sie willig und sind gut zu schneiden für die Vase. Also der nächste Versuch! Seit ca 3 Jahren sind alle !! meine Dahlien im Kübel. Das klappt ganz gut, die Schnecken habe ich so besser im Griff, außerdem treiben sie früher aus, da sie im Kübel schon im April in unserem Gartenschuppen vorgetrieben werden. So finden sie den Weg in den Garten, wenn sie schon etwas ausgetrieben haben und sind so anscheinend auch weniger interessant für die Schnecken. Die Kübel sind außerdem auch im Herbst schnell wieder eingeräumt und so kommen Dahlienknollenausgrabungen im herbstlichen November nicht mehr vor.
Manchmal frage ich mich wie Sortennamen zu Stande kommen, denn diese Dahlie heißt:
Neva Lotus Sunset 1











Leider eine Namenlose Schönheit, diese kräftig rot blühende Sorte.













Ebenfalls im Kübel ist diese Canna, die eigentlich pink sein sollte !
Der Sortenname könnte "Chrestella" sein.











Auf der Gartenmesse im Linslerhof hatte ich im Mai diese blaue Schönheit mit dem hübchen Namen Blauflügelchen(Clerodendrum ugandense)gekauft. Überaus blühwillig seit Mai und sehr wüchsig macht sie mir große Freude auch wegen der schönen blauen Farbe.











Auch Klassiker müssen sein! An der warmen Holztür fühlt die Geranie sich wohl.



















Das verrostete Häuschen hat ebenfalls endlich einen Platz gefunden. Als ich es gesehen habe, mußte ich es unbedingt !!! kaufen. Im Garten bin ich dann aber umhergewandert und habe lange überlegt und probiert welchen Standort es bekommen sollte. Nun hängt es am alten Kirschbaum - samt Bewohner.




Dafür hat der verrostete Tisch direkt seinen Platz gefunden. Er steht  übrigens im Ziergiersch, einem schönen Bodendecker mit dezenter weißer Blüte. Lange nicht so ausbreitungswütig wie sein wilder Verwandter, hellt er mit seinem panaschiertem Laub, dunkle Ecken auf.










"Red Mediland"












Mädchenauge-Coreopsis verticillata













 Eine Neuerwerbung mit toller dunkelroter Farbe ist die Austin Rose:
"Tradescant".
 Ich konnte ihr leider nicht wiederstehen!