Montag, 30. Juli 2012

Wild im Garten

In unserem Garten gibt es immer wieder einmal "Einwanderer" die auch bleiben dürfen. Damit meine ich nicht das gemeine Unkraut sondern die schönen Unkräuter. Natürlich ist jede Pflanze etwas Schönes, aber einige sind halt eben doch schöner. In einem kurzen Rundgang möchte ich sie euch vorstellen. Die Wilden die auch in meinen Beeten bleiben dürfen.




Die Bestimmung der weißen Doldenblütler ist nicht so einfach, weil sie sich alle sehr ähneln, aber ich denke dies ist ein Wiesenkerbel. Er macht sich auch in der Vase gut, hält aber nur einige Tage.









Die Witwenblume, eine Schönheit in Pastellfarben.














Eine zarte Schönheit, mit sehr langer Blühzeit, die Wiesenglockenblume.














Schon seit Jahren findet sich die Karthäusernelke in meinem Garten und wandert durch die Beete.










Sehr bekannt ist die Gemeine Nachtkerze. Sie neigt zum wuchern und sollte deshalb frühzeitig im Zaun  gehalten werden. Da sie 2 jährig ist, kann die im ersten Jahr erscheinende Blattrosette gut entfernt werden. Der Duft dieser Blüten ist unbeschreiblich toll, ist aber erst am Abend gut wahrnehmbar.







Am Teich haben sich gleich 2 Wilde eingefunden. Der Blutweiderich und die Kanadische Goldrute. Aber die wird selbst mir zuviel, die Goldrute wird deshalb nur in kleinen Mengen in unserem Garten toleriert. Beide sind aber hervorragende Insektenmagnete. Im Blutweiderich summt und brummt es im Moment sehr heftig.






Wer gerne mehr über die Wilden nachlesen möchte, ein wirklich gutes Nachschlagewerk ist "Was grünt und blüht in der Natur":

Montag, 23. Juli 2012

West Dean Gardens



Unsere Gartenreise hat uns auch nach West Dean Gardens geführt. Der Garten hat mehrere wirklich sehenswerte Gartenteile, die über ein weitläufiges Gelände verteilt sind. Bekannt ist er durch den großen Gemüsegartenbereich, die lange Pergola und durch den erst vor einigen Jahren angelegten wunderschönen Wildgartenbereich.
Direkt am Eingang schweift der Blick über einen großen Landschaftspark mit alten Bäumen und Hecken.
Auf diesem Foto leider nicht zu erkennen, sind einige Bereiche wo auch Schafe weiden. So malerisch ist Landwirtschaft sicher selten!












Von einer Mauer umgeben, tritt man durch ein Tor in einen Gartenteil mit Obstbäumen und schönen Rabatten.

Im Hintergrund der Beete sind Klettergerüste mit Clematis und Rosen.
Die Beplanzungen sind in Pastelltönen gehalten.








Durch ein Gartentor geht es in einen anderen Gartenbereich, der geprägt wird durch alte viktorianische Gewächshäuser.











Zum Teil enthalten sie Kübelpflanzen oder auch Zitrusgewächse, Feigen und Zimmerpflanzen.



















Auch dieser Gartenteil wird von schönen Rabatten und Formschnitthecken begrenzt.
Eine Vielzahl von Pfingstrosen wächst in  den  Beeten.






Weiter gehts an einem Senkgarten vorbei, der zur Zeit neu angelegt wird durch eine lange Pergola ,bepflanzt mit vielen Kletterpflanzen. Am Rand der Pergola, Beete mit Iris und anderen Stauden. Zwischen den Pfeilern bietet sich eine gute Sicht auf Teile des Landschaftsparks.












An der Hinterfront des West Dean College geht es an diesen "grünen Mauern" vorbei in den Frühlingsgarten und Wildgarten.
















Dieser Wildgartenbereich war traumhaft schön. Wunderbar natürlich angelegt, konnte man an einem kleinen Teich vorbeischlendern.







Zurück zum Ausgang kommt man an der Vorderfront des West Dean College vorbei. Das College bietet verschiedene Kurse z. B. Schmuckherstellung, Malen etc.
Im Eingangsbereich liegen die Prospekte aus und natürlich habe ich mal eins mitgenommen, man weiß ja nie!







Ich konnte mich gar nicht entscheiden welche Bilder ich auswählen sollte, deshalb gibt es sicher im Winter einen 2. Teil.
Wer mehr über diesen Garten erfahren möchte kann hier weiterlesen.


Montag, 16. Juli 2012

Einmal durch den Garten

Durch den vielen Regen der letzten Wochen ruht die Gartenarbeit zur Zeit meistens. Zwischendurch nutze ich manchmal kurze Regenpausen, um das übermäßig sprießende Unkraut  zu jäten. Wollte ich doch eigentlich nur mal kurz nach dem Garten sehen, habe ich schnell im Vorbeigehen eine Handvoll Unkraut in der Hand. Gehts euch auch so, man kann einfach nicht nur mal gucken, beim gucken muss auch immer kurz gezupft, gebunden oder geschnitten werden!


Hier trotzt die Taglilie
"Super Purple" dem Regen.
Laut Etikett sollte sie dunkellila sein!!!
Ich ärgere mich immer, wenn die Farbangaben nicht stimmen. Kleine Abweichungen o.k., aber diese Farbe ist eher blass, als kräftig. Zumindest passt sie ins Farbschema dieses Beetes.






Ganz ähnlich bei dieser Sorte, sie sollte ebenfalls lila sein.













Der Goldfelberich neigt sehr stark zum wuchern, aber in bestimmten Beetbereichen darf er das auch. Er eignet sich außerdem auch gut für die Vase.






Vor der blauen Wand des Gartenhäuschens kommt er gut zur Geltung. Die Farbwahl für unser Gartenhaus habe ich bisher noch nie bereut, dieses helle Blau passt fast zu allen Pflanzen gut.



Fast alle Hostas blühen zur Zeit und ich kann gar nicht verstehen, daß die Blüten immer als unspektakulär bezeichnet werden. Es muss ja nicht immer eine knallige Blüte sein, es darf auch mal dezent sein!










Die Seerosenblüten halten allerdings nichts von vornehmer Zurückhaltung, da wird richtig aufgetrumpft.












Genau wie bei der Dahlie
"Arabian Night", die schon von der Ferne richtig leuchtet.

Montag, 9. Juli 2012

Hortensienliebe

Ach ja , so ist es mit der Liebe, in manchen Jahren wird sie schwer auf die Probe gestellt!
Die beiden letzten Winter waren nicht gerade hortensienfreundlich. Habe ich mich noch jahrelang halbwegs in Sicherheit gewiegt, da wir hier doch in einer eher milderen Weinbauregion wohnen, war in diesem Winter alles anders. Einige Hortensien im Innenhofbereich hatte schon dicke Knospen als der Frost im Februar kam.
Schnell waren einige kleine Töpfe im Gartenschuppen untergestellt und größere Kübel mit Folie abgedeckt, aber trotzdem haben einige meiner Lieblinge nicht überlebt oder haben zumindest keine Blüten.
Aber ich mag sie so gerne und gebe nicht auf!!! Ich werde wohl aber jetzt eher Rispenhortensien pflanzen, die erheblich frosthärter sind, blühen sie doch am einjährigen Holz.

Mein  absoluter Liebling, aus der Bretagne mitgebracht, ist
"Yogosaki Rose".
Auch sie  hatte in den letzten Jahren Frostschäden und leider nur 2 Blüten in diesem Jahr.








"Sabrina" eine tolle Sorte , der Laubaustrieb ist etwas rötlich und die Blüten verändern ihren Farbverlauf im Laufe des Sommers. Ist der rote Rand am Anfang noch abgegrenzt, verläuft die Farbe später.

























Eine neue Rispenhortensie ist letztes
Jahr bei mir eingezogen.
"Farbsymphonie".
Ich fand diesen Kontrast zu den burgunderroten Stielen ganz toll.
Im Herbst werden die Blüten rose.










Schon seit Jahren habe ich 2, leider namenlose,  Eichenblatthortensien im Garten. Die kleinen Pflanzen waren noch etwas frostgefährdet und ich mußte auch schon mal Äste dadurch zurückschneiden , aber je älter sie wurden umso robuster.


Sie stehem vor einer gemischten Hecke,
was sicher günstig ist. Die Blätterform ist wirklich außergewöhnlich schön.











Und zum Schluss noch die unverwüstliche und wüchsige "Annabelle". Sie steht im etwas wilderen Gartenteil. Beim Rüchschnitt im März habe ich einige Steckhölzer geschnitten und in Erde gesetzt. Ich hoffe das es klappt mit der Vermehrung, Blätter haben sie jedenfalls schon. Sie sollen dann in die Nachbarschaft ihrer "Mutter" kommen. Ich denke sie wirken in Gruppen gepflanzt noch besser.



Dienstag, 3. Juli 2012

Marmeladiges

Heute einmal ein Rezeptpost. Ich liebe Marmelade zum Frühstück und probiere auch immer gerne ausgefallenere Sorten aus. Durch Zufall ist mir ein Rezeptheft von Südzucker in die Hände gefallen und ich habe dieses Rezept ausprobiert, aber leicht abgewandelt:

Erdbeermarmelade mit weißer Schokolade
950 g pürierte Erdbeeren
500 g Gelierzucker 2:1
100 g geraspelte weiße Schokolade

die pürierten Erdbeeren werden mit dem Zucker vermischt und unter Rühren aufgekocht. Nach ca 4 Minuten Kochzeit, habe ich die geraspelte Schokolade dazugegeben, den Topf direkt von der Herdplatte genommen,  nochmal gut verrührt und  dann direkt in die Gläser gefüllt.

Im Orginalrezept wurde normaler Gelierzucker verwendet und Zitronensaft zugefügt !

Die Marmelade ist wirklich lecker!
Ich friere schon seit Jahren  meine selbstgemachte Erdbeermarmelade ein. Wenn die Gläser komplett abgekühlt sind, kommen sie in die Gefriertruhe. Bei Bedarf nehme ich dann ein Glas heraus, die Farbe bleibt so erhalten und sie schmeckt wie gerade frisch gekocht. Streng genommen ist das natürlich doppelt haltbar gemacht, aber geschmacklich lohnt es sich.