Montag, 13. August 2012

Der Weg zum perfekten, pflegeleichten Garten...

....... ist sehr lang! Und macht viel Arbeit !
 Will man einen perfekten Garten haben, sollte man nämlich einiges beachten. So ist es nicht schlecht sich zuerst kundig zu machen, welche Pflanzen denn da so in einem verwilderten Garten wachsen, wenn man sich ein Haus kauft. Auch die Freude über schöne, noch kleine, Hecken wird schnell getrübt, wenn es sich um wilde Hartriegel handelt. Als Ausrede gilt leider nicht ewig:"Ich war froh, daß wenigstens etwas Sichtschutz im Garten war". Die Quittung kommt dann später, wenn besagte Hartriegel sich ausbreiten wie im Dschungel, sowohl durch Vögel ("Toll die Früchte sind auch was für Vögel!")wie über gefühlte Millionen Ausläufer. Ganz schlecht und nicht sehr freundschaftsfördernd ist es auch, solche  Sträucher auch noch zu verschenken. Da kann man nur hoffen, daß die Beschenkten ein Kurzzeitgedächtnis haben oder die Gärtnerin so sehr mögen, daß sie fast alles verzeihen. Immer günstig wirkt es sich aus, die Wachstumbedingungen der Pflanze vor ! der Pflanzung zu berücksichtigen, so wachsen Lavendel und Co nicht gut im Schattenbeet und Hortensien nicht in der Sonne auch nicht wenn die Gärtnerin es noch so sehr möchte. Da nützt es der Gärtnerin auch nicht, wenn es gerade in dem Beet wirklich toll aussehen würde.Will man mal das ungepflegte Beet im Hintergrund kaschieren, setzt man vorne ins Beet  die wirklich  großen Stauden, dadurch wirkt der Garten zwar kleiner, aber gepflegter. Üpiges Pflanzen unterdrückt natürlich das Unkrautwachstum, ersetzt aber trotzdem nicht das jäten. Und hat die Gärtnerin keine Zeit oder, was auch mal vorkommen soll, keine Lust hilft nur partielles jäten, vorallem der Pflanzen, die jeder ! Besuch  auch als Unkraut erkennt. Andere Wildkräuter kann man schon mal aus Zeitmangel stehen lassen! Dann erzählt man dem geneigten Besucher, die Gärtnerin mag Naturgärten und üpige Beete, in der Hoffnung er erkennt nicht alles als Unkraut.
Kommt denn mal wirklich wichtiger Besuch und man möchte glänzen mit seinem Garten. Ist es nicht schlecht, wenn man über genügend Kübelpflanzen verfügt, die auch schon mal in Beetlücken gestellt werden können! Das geht schnell und spart Geld, hinterläßt aber schon mal Lücken an anderen Stellen. Daher empfiehlt es sich immer viele Pflanzen zu kaufen,(o.k. das Geldspar-Argument ist relativ) auch wenn man keinen Platz mehr hat, umso bei Bedarf schnell Lücken füllen zu können. Häufige Besuche von Gärtnereien gehören ebenso zm perfekten Garten. Persönliche Bedenken, ob überhaupt noch Platz im Garten ist, sollten beim Besuch eines Gartenzentrum möglichst schnell ignoriert werden.
Selbst die Wahl der Vogelfutters im Winter, hat Konsequenzen. Besitzt man nämlich einen Steinofen im Garten und möchte in den Getreideanbau einsteigen, kauft man gemischtes Futter. Ansonsten erwirbt man nur Sonnenblumenkerne, das erspart einem lästiges Ernten von Hirse, Weizen und Co. Günstig ist es auch, das Beet unter dem Vogelhäuschen gleich in den richtigen Farben, passend zu vergessenen Sonnenblumenkernen zu pflanzen, vorzugsweise in gelb und orange.
Das Kaufen und Ausstellen von vielen Gartenbüchern erweckt direkt beim geneigten Besucher, den Eindruck es auch mit einer kompetenten Gärtenerin zu tun zu haben. Häufiges einstreuen von fleißig gelernten lateinischen Pflanzennamen ebenso. Das Schreiben eines Blogs auf jeden Fall!(die Leser sollten allerdings nicht mit ellenlangen Posts gelangweilt werden!)
Auch die Partnerwahl ist wichtig zur Erlangen eines perfekten Gartens. Sehr zu empfehlen ist die Auswahl eines geduldigen Mannes, wahlweise auch einer Frau, möglichst auch noch handwerklich begabt. Behutsames erklären der Wünsche und öfteres Wiederholen der selbigen( Pergola, Gartenhäuschen, Teich,.......) fördert die Akzeptanz! Ausgiebiges loben der gebauten Objekte, vorzugsweise bei den besten Freunden des Ehemannes spornt ihn an. Ganz besonders toll ist es ,wenn er oder sie den Garten nach einiger Zeit auch als Hobby ansehen. Das verkürzt lästige Diskusionen in Gärtnereien oder bei Gartenmessen enorm.

Ähnlichkeiten mit der Autorin dieses Post sind natürlich rein zufällig!

Kommentare:

  1. hier findet man sich wieder ich hab so gelacht
    Gruß Simone

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  2. Das Bild vom roten Sonnenhut ist klasse. Er hat bei mir im Garten auch gerade zu blühen begonnen, aber leider bin ich noch nicht zum Fotografieren gekommen. In Deinem Artikel erkenne ich mich und meinen Garten wieder - im Moment fehlt mir einfach ein bisschen die Zeit für eine intensive Pflege und das macht sich auch bemerkbar.

    lg kathrin

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  3. Einfach genial. Und ich finde mich in so manchem wieder und könnt eigentlich hinter jedem Satz ein! Setzen :-)
    Ganz liebe Grüsse
    Ida

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  4. da habe ich doch herzlich gelacht ! also den perfekten mann , der alles kann und auch alles macht (lauben , rankgerüste . rosenbögen , kleine mauern , zarte metallzäune , handgeschmiedete pflanzstäbe , tierfiguren usw.)den habe ich tatsächlich !. außerdem mäht er den rasen und pflegt unsere 50 m lavendelhecke.
    der "rest" ist ganz allein mein ding , auch die Pflasterarbeiten , weil ich es nicht so gern so akkurat habe . mein mann genießt die sitz - und ruheplätze in den verschiedenen gartenräumen - aber das mache ich auch .
    liebe grüße , brigitte

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